„Variatio delectat“ – Vielfalt erfreut

von Luca Lepore

Mit diesen Worten eröffnete Schulleiter Manfred Röder am 14. April 2016 das Fest der Sprachen und Kulturen am Dom-Gymnasium in Freising.
Und es war wirklich ein vielfältiges Programm, das an diesem Nachmittag geboten war.
Nach der Begrüßungsrede haben Schüler aus der Oberstufe zum Mittanzen bei einem türkischen Kreistanz eingeladen, wozu sich gleich 30 Leute eingefunden haben.
Im Musiksaal gab es leicht erlernbare irische und schottische Tänze mit Galoppschritten und Sprüngen, bei denen es hieß: „Umso größer das Chaos, desto größer der Spaß.“
Aber nicht nur Tänze wurden zum Mitmachen angeboten, es gab viele weitere Workshops: Bei einem Trommel-Workshop ging es mit 14 Trommeln ziemlich laut zu. Hier waren auch jugendliche Geflüchtete zu Gast, die ebenfalls ihren Spaß hatten.
Spaß hatte man auch in einem internationalen Spielezimmer, in dem man z.B. das japanische Kendama spielen konnte. Ein Geschicklichkeitsspiel, das in Japan sogar bei Meisterschaften gespielt wird.
Zudem gab es zahlreiche Vorlesungen, Aufführungen und Präsentationen von Schülern und Gästen. So konnte man von mehrsprachigen Schülern Märchen aus aller Welt hören, die sie in ihrer Zweitsprache vorlasen. Schüler der neunten Klassen boten Lesungen zu Philosophiegeschichte an, bei denen aber leider wegen des schwierigen Themas nur wenige Zuhörer kamen.
Die Aufführungen in der Aula z. B. vom „Coro Latino“ oder von den Schülern der 6. Klassen waren zwar sehr schön, hatten aber mit der Akustik in der Aula zu kämpfen.
Schließlich gab es ein Buffet mit ausländischen Speisen wie Tortillas, italienischen Salaten, Coronation Chicken, das zur Krönung von Queen Elizabeth II erfunden wurde, Empanadas aus Peru und italienische Cantuccini und vielen anderen internationalen Spezialitäten.
Leider gab es an diesem Nachmittag so viele Programmpunkte, dass es eine „Mission impossible“ war, alle solche zu besuchen, wie die Bigband mit dem gleichnamigen Stück am Anfang des Nachmittages veranschaulicht hat.

Türkischer Tanz zur Eröffnung mit Jugendreporter Luca
Irische und schottische Tänze
Trommel-Workshop
Internationales Buffet

Glocken machen Urlaub

von Luca Lepore

Waren Sie letztes Jahr am Karsamstag auf dem Freisinger Wochenmarkt?
Dann haben Sie sicher das komische Rattern vom Kirchturm gehört!
Was das bloß war?
Es waren die Karfreitagsratschen. Aber was soll das sein und wozu der Lärm?
Als Ministrant kann ich Ihnen das erklären:
Am Gründonnerstag verstummen die Kirchenglocken nach dem Gloria und schweigen bis zum Gloria der Osternacht. Kindern wird oft erzählt, dass die Glocken in dieser Zeit nach Rom fliegen und erst zur Osternachtfeier am Ostersonntag wieder zurückkehren. Weil diese also nicht läuten, musste man sich etwas anderes einfallen lassen, damit die Menschen die Gottesdienste und Gebetszeiten nicht verpassten.
So entstand der Brauch der sogenannten Karfreitagsratschn.
Wir Ministranten von Sankt Georg haben letztes Jahr zusammen mit unserem Kaplan so eine Ratsche gebaut. Dabei konnte man gut sehen, wie dieses Gerät aufgebaut ist: Die Ratsche besteht aus einem Resonanzkasten aus Holz, auf den Hämmerchen fallen, die durch eine Kurbel angetrieben werden.
Die Ratsche wird von uns Ministranten auf den Kirchturm von St. Georg getragen und am Karfreitag und Karsamstag von den eingeteilten Ministranten kräftig gekurbelt. Für diesen Dienst melden wir uns gerne, denn beim Ratschen gilt: Umso lauter der Krach, umso größer der Spaß für die Ministranten und überall in der Innenstadt ist das Rattern und Knattern vom Kirchturm zu hören.

Die neu gebaute Ratsche von St. Georg.
Die neu gebaute Ratsche von St. Georg.

Weihnachtsstimmung & Blick ins neue Jahr!

Neben den beiden weihnachtlichen Artikeln, die in der Redaktionssitzung am 9. Dezember 2015 besprochen wurden,
sorgte Jugendreporter Luca auch mit seinem Outfit für Weihnachtsstimmung!
Luca Lepore (1024x683)
Haltet die Augen auf:
Die Artikel erscheinen in der Vorweihnachtszeit in SZ & FORUM.
Natürlich findet Ihr sie auch hier – Frohes Lesen!
——
Die nächste Redaktionssitzung der Jugendreporter findet
am Mittwoch, 20. Januar 2016 um 15.30 Uhr
in der Geschäftsstelle des KJR Freising: Erdinger Straße 45 statt.

Alle Interessierte jungen Menschen sind HERZLICH WILLKOMMEN!

Ein nepalesischer Blick auf Weihnachten

von Marie Kramer und Sonami Adhikari

Die meisten Menschen haben eine ganz bestimmte Vorstellung von Weihnachten. Schon Wochen vorher fängt man an, die Geschenke zu besorgen, kauft und schmückt den Weihnachtsbaum oder backt Plätzchen. Dann, am Weihnachtsabend, geht man mit seiner Familie in den Gottesdienst, macht zuhause Fondue und packt die Geschenke aus. Weihnachten gehört für uns zum Winter, wie der Glühwein zum Weihnachtsmarkt. Aber so ist das natürlich nicht allerorts.
In Nepal ist Weihnachten lang nicht so populär wie hierzulande. Was logisch ist, es gibt dort nur wenige Christen, also hat keiner wirklich Ahnung, wieso man Weihnachten eigentlich feiert. Aber viele können sich diesem Zauber trotzdem nicht entziehen. Es gibt einen Santa Claus, und in den Supermärkten auch einen Tannenbaum. Aber keinen Adventskalender, keine Plätzchen. Das wichtigste bekommt man aber auch in Nepal: Geschenke. Aber natürlich nicht so viele wie in Deutschland.
Doch die Nepalesen haben einen würdigen Ersatz für Weihnachten gefunden: Dashim, das wichtigste Fest für die Hindus in Nepal. Mit diesem Fest erinnert man sich an den Sieg des Gottes Ram über das Böse, dem Ravan, und dem Sieg der Göttin Durga über Mahishasur. Vor Beginn des Festes werden alle Häuser geschmückt und in vielen Orten werden Schaukeln aus Bambus und Kokosseilen für Kinder errichtet, die während des ganzen Festes stehen bleiben. In Nepal sagt man, dass, wenn man beim Abschwingen auf der Schaukel den Boden verlässt, alle schlechten Gefühle fortgenommen und durch neue lebensspendende Gefühle ersetzt werden. Das ganze Fest dauert insgesamt 10 Tage. Während es in den ersten Tagen noch keine besonderen Rituale gibt, ändert sich dies mit dem 7. Tag. Denn dann ist der Tag der Blumen, die zu Ehren des Königs geopfert werden. Am Tag darauf beginnen die Tieropferungen. Bei den Familien zuhause werden dabei jedes Jahr Tiere geschlachtet. Ziegen und Schafe werden am häufigsten geopfert, aber auch Schweine und Wasserbüffel landen unter dem Schlachtmesser. Aber auch wenn dies ziemlich wichtig für die Nepalesen ist, am wichtigsten ist der zehnte Tag. An diesem Tag gibt es ein großes Familienfest, bei dem die jüngeren Familienmitglieder den Segen von ihren Eltern und anderen älteren Familienmitgliedern bekommen. Der Segen wird ausgedrückt durch einen Punkt rot gefärbten Reis auf der Stirn, die Tika. Zu jedem dieser Tika bekommen die Kinder noch Geld geschenkt. Tradition ist es auch, dass man neue Kleidung trägt und möglichst viele Verwandte besucht. Alle Kinder lieben Dashain, weil sie dadurch mindestens 16 Tage frei haben. Außerdem, welches Kind bekommt den nicht gerne Geld von seinen Verwandten?

Andere Länder – andere Sitten!

von Luca Lepore

Ich habe mich mal umgehört, um zu wissen, welche Weihnachtsbräuche man in anderen Ländern der Welt feiert. Eine Mitschülerin, deren Vater Schwede ist, hat mir erzählt:
In Schweden feiert man am 13. Dezember das Luciafest. In der schwedischen Schule in München findet eine Luciafeier statt, wo man zusammen Safrangebäck isst und Lucialieder singt. Kerzen spielen dabei eine wichtige Rolle. An Weihnachten tanzt man dann um den Weihnachtsbaum herum. Man wünscht sich „God Jul!“

Meine Klassenkameradin, deren Eltern aus Ghana stammen, hat berichtet: Viele Kinder sind in Ghana arm. Statt Geschenke in Geschenkpapier zu wickeln, stecken sie die wenigen Überraschungen am „Boxing Day“, dem 26. Dezember in alte Kartons. An Heiligabend genießen die Ghanaer ein öffentliches Feuerwerk und essen verschiedene Speisen wie Reis, frittierte Kochbananen mit Hühnchen, Rindfleisch, Yams (eine kartoffelartige Wurzel) oder Fufu, das Nationalgericht Ghanas, das ein fester Brei aus Maniok oder Yams und Kochbananen ist. Nach dem Feuerwerk gehen die Ghanaer in die Kirche. Am Morgen des 25. Dezembers steht dann wieder ein Kirchengang an. Man wünscht sich „Afishia Pa“!

Als Halbitaliener habe ich großes Glück: Bei mir kommt der deutsche Nikolaus, das Christkind und am 6. Januar die italienische Befana. Das ist eine Hexe, die den braven Kindern Geschenke bring. Die Kinder, die nicht so artig waren, bekommen von ihr nur ein Stück Kohle.
Außerdem haben wir einen wichtigen italienischen Brauch übernommen: Am 1. Advent muss bei uns die Krippe stehen! Aber nicht nur ein Stall mit Maria und Josef, sondern eine ganze Krippenlandschaft! Berge, Häuser, Brunnen, Handwerker… außer dem Jesuskind (das ja erst am 24.12. geboren wird) darf nichts bei der selbstgemachten Krippe fehlen.
An Weihnachten wünscht man sich hier „Buon Natale!“

Italienische Krippe

Hört Euch doch auch einmal um.
Ihr werdet interessante Weihnachtsbräuche kennenlernen.

JUGENDREPORTER in Aktion

Eine Befragung anlässlich des „Marktes der ehrenamtlichen Möglichkeiten“ am Sonntag, den 11. Oktober 2015 rund um den Marienplatz:
Leonora und Theresa befragen Passantinnen und Passanten nach ihrem ehrenamtlichen Engagement.
Leider selten erfolgreich.
Viele haben an diesem entspannten und sonnigen, geschäftsoffenen Sonntag einfach keine Zeit für eine kurze Nachfrage der JUGENDREPORTER zum Thema „Ehrenamt“.
Sie sind so in Eile, müssen oft sehr schnell weiter.
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Jugendreporter goes on!

Was geht ab in Deiner Schule?
Was bewegt Dich und Deine Freunde?
Welche coolen Veranstaltungen gibt’s demnächst?
Was fehlt in Deinem Heimatort für Kids & Jugendliche?

Recherchiere, befrage, dokumentiere und
bring es als Jugendreporter in die Zeitung und an die Öffentlichkeit!

Du bist zwischen 12 und 18 Jahren?
Du hast Lust als Jugendreporter zu berichten?
Du willst im Team arbeiten oder alleine losziehen?
Du hast schon journalistische Erfahrungen oder willst diese sammeln?

WERDE JUGENDREPORTER!
Unser Plan:
Es gibt eine Redaktionssitzung im Monat, um alles zu besprechen und zu organisieren!

So laden wir Dich ein:
zur 1. Redaktionssitzung
am Donnerstag, 15. Oktober 2015,
16 – 18 Uhr in die
Geschäftsstelle des KJR Freising: Erdinger Straße 45

Alle Interessierte jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren sind
HERZLICH WILLKOMMEN!

Schreibt eine kurze Mail an jugendreporter@kjr-freising.de,
damit wir wissen, dass Du Interesse hast!

Bei den Jugendreportern kannst Du:
– Deine Themen, Ideen und Gedanken einbringen, im Team demokratisch mitbestimmen
– Deine Beiträge online & print (FORUM und Süddeutsche Zeitung) veröffentlichen
– Dein eigenes Equipment oder das vom Kreisjugendring Freising nutzen
– Basics oder weiteres Know How in angebotenen Workshops lernen