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Sternsinger

Luca Lepore_CIMG6271„Wir ziehen als Könige durch das Land; sind Balthasar, Caspar und Melchior genannt…“
So beginnt das Lied, das die Sternsinger von St. Georg an jeder Tür anstimmen.
Zuvor haben sie im Pfarrhaus ihre königlichen Gewänder angelegt. Fleißige Helfer haben Umhänge, Kronen, Tücher und schmuckvoll verzierte Hüte bereitgelegt.
Wer will, kann sich auch schwarz schminken.
Nachdem sie sich in Gruppen von drei bis vier Kindern mit jeweils einer Begleitperson aufgeteilt haben, nehmen sie Stern aus Holz, Sammelbüchse, Kreide und Ausweis und ziehen los. An jeder Tür singen sie ihr Lied, sprechen einen Segen und schreiben mit Kreide an die Tür: 20*C+M+B*17. Dies heißt nicht etwa, wie viele meinen „Caspar, Melchior und Balthasar“, sondern „Christus mansionem benedicat“, was aus dem Lateinischen übersetzt „Christus segne dieses Haus“ heißt.
Dann bitten sie für das Kindermissionswerk um Spenden, die in diesem Jahr nach Kenia gehen. Oft bekommen die Sternsinger auch noch Süßigkeiten.
Aber nicht nur die Süßigkeiten oder die Spenden sind es, was vielen Sternsingern gefällt, sondern Willkommen sein und anderen eine Freude machen: nach dem Motto der Sternsinger „Segen bringen – Segen sein“.
Als Sternsinger kann man einiges erleben: Einige Menschen haben auf die Sternsinger gewartet und bedanken sich dann bei ihnen mit Tränen in den Augen.
Eher frustrierend für die Kinder ist es aber, wenn in einem großen Mehrfamilienhaus sich keine Türe für sie öffnet. Nach einem kalten, langen und anstrengenden Nachmittag, bei dem es sein kann, dass man mehr als 50 Mal drei Strophen des Liedes gesungen hat, gibt es im St.-Georg-Haus einen warmen Kakao und eine Brotzeit.
Dort geben die Könige die gesammelten Spenden ab und teilen ihre Süßigkeiten untereinander auf bzw. spenden sie an die Freisinger Tafel.

Und nicht nur an jeder Tür, sondern auch in diesem Artikel heißt es am Schluss: „Wir wünschen Euch ein frohes Jahr – Caspar, Melchior und Balthasar.“

Luca Lepore